Geschichte

1767 – 1841

Die Essinger Ortsherren lassen ein katholisches Schulhaus mit zwei Sälen und einer Wohnung bauen. In einem Schulsaal werden die katholischen, im anderen die protestantischen Kinder unterrichtet. Dieses Schulhaus steht noch heute neben dem Rathaus und beherbergte bis zur Fertigstellung des Neubaus den „5. Schulsaal“

1841

Die Gemeinde Essingen kauft das große Bauernhaus eines Dalberg’schen Verwalters, der in der Franzosenzeit enteignet wurde. Nach gründlicher Renovierung entstehen zwei Schulsäle für protestantische Schüler und eine Lehrerwohnung. Bereits zu dieser Zeit besuchen auch Knöringer Kinder diese Schule.

1881

Da trotz der Renovierung ständig Reparaturen anfallen, beschließt die Gemeinde im Mai 1881 das Gebäude abzureißen und einen Neubau an derselben Stelle zu errichten. Im September 1881 ist der Neubau mit drei Schulsälen und einer Lehrerwohnung bezugsfertig.

Bis 1927

Die Schülerzahl wächst ständig. Hinzu kommen noch die jüdischen Kinder, deren Schule geschlossen wird, sodass man die Lehrerwohnung als Schulsaal benötigt. Gegenüber der Schule, auf dem Gelände des Schulgartens, wird deshalb ein Wohnhaus für vier Lehrer errichtet.

1927 bis 1935

Das Haus wird gründlich verbessert. Man baut eine Zentralheizung ein und möbliert die Säle mit neuen, modernen Bänken. Die Gemeinschaftsschule wird durch den neuen Machthaber eingeführt.

1945

Der zweite Weltkrieg tobt, als das Schulhaus am 23. März 1945 von Artillerietreffern schwer beschädigt wird. Das Dach ist zerstört und die Fenster zertrümmert. Amerikaner und Franzosen ziehen ins Schulhaus ein. Sie verbrennen alle Schulakten und zerstören die wertvolle Bücherei. Die Schule wird offiziell geschlossen. Am 1. Oktober 1945 muss auf Befehl der französischen Besatzungsmacht der Unterricht wiederaufgenommen werden.

1951

Die Konfessionsschule soll wiedereingeführt werden. Es kommt zum Schulstreik an dessen Ende drei Klassen simultan und eine katholisch geführt werden.

1966

Durch ein Schulgesetz werden im ganzen Land christliche Gemeinschaftsschulen eingeführt. Das Schulhaus wird nochmals umgebaut: Die Holztreppe wird durch eine Steintreppe ersetzt, die Fußböden erneuert, modernste Schulmöbel angeschafft, eine hygienische Abortanlage errichtet und der Schulhof befestigt.

1968

Das ländliche Schulwesen wird reformiert. Die Zeit der Volksschule ist vorbei. Die Kinder besuchen alle 4 Jahre die Grundschule. Von den 108 Volkschulen des Landkreises von 1950 sind 19 Grundschulen und 7 zentrale Hauptschulen geblieben.

Aber auch nach der Feier zum 100-jährigen Bestehen 1981 entwickelt sich die Grundschule stetig weiter.

1990/1991

Zum hundertzehn-jährigen Bestehen des Schulhauses wird das Dach renoviert und ausgebaut und die Toilettenanlagen werden umgestaltet und erhalten ein neues Dach.

2004

Ca. 10 Jahre später beginnt man über einen kompletten Neubau der Essinger Schule auf dem Gelände hinter der Dalberghalle nachzudenken. Die Pläne zu diesem Unterfangen werden schließlich genehmigt, sodass am 28.Mai 2004 der 1. Spatenstich für den auf 2,3 Millionen Euro veranschlagten Neubau erfolgen kann.

2006

Nach zweijähriger Bauzeit wird die neue Schule am 1. April 2006 feierlich eingeweiht und der Unterricht in den neuen Räumen Mitte April 2006 aufgenommen. Das ausgedehnte Außengelände und der größere Schulhof sowie die unmittelbare Nähe zur Sporthalle sind nur einige Vorteile, die das neue Schulgebäude bietet. Zukünftige Entwicklungs-möglichkeiten zur Ganztagsschule werden durch den Einbau einer Küche Rechnung getragen. Außerdem bietet das Gebäude noch Erweiterungsmöglichkeiten, falls irgendwann weitere Räume benötigt werden.

Inzwischen fühlen sich Schüler und Lehrer gleichermaßen wohl, somit hat sich diese Investition in die Zukunft unserer Kinder gelohnt.

2015

Einweihung des 5. Klassensaals zum Schulfest im Juli 2015.

Zum 100-jährigen Bestehen des Schulhauses Essingen am 12. September 1981 hielt Herr Schulrat i. R. Herbert Jäger eine Festansprache.
Die oben aufgeführten Eckdaten und Anmerkungen zur Geschichte des Essinger Schulhauses wurden dieser Rede entnommen.